Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)

 

Honorarumfrage belegt: Freie Lektoren nach wie vor unterbezahlt

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Bottrop, 15. August 2008 – Sie lieben ihre Arbeit, können kaum davon leben und würden auch in Zukunft keinen anderen Beruf ergreifen wollen, so das Fazit einer Onlineerhebung, die der Verband Freier Lektorinnen und Lektoren e. V. (VFLL) mit Sitz in Frankfurt am Main dieses Jahr durchführte. Gefragt wurde nach der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Freien bezogen auf das Jahr 2006. Ein knappes Viertel der 680 überwiegend weiblichen Verbandsmitglieder machte zwischen April und Mai Angaben zu Arbeitszeiten, Honoraren bzw. Einkommen aus selbstständiger Arbeit sowie zu Versicherungsschutz, Altersvorsorge und Zukunftsperspektiven.

Die Ergebnisse dieser zweiten Honorarumfrage irritieren: Das mittlere Jahreseinkommen konnte im Vergleich zu den Jahren 2003/04 zwar gesteigert werden, liegt aber nach wie vor auf niedrigem Niveau. Es beträgt bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 32 Stunden sowie einem Durchschnittsalter von 44 Jahren gerade einmal 17.000 Euro, abzüglich der Pflichtbeiträge zur Künstlersozialkasse (KSK) – darüber sind freie Lektorinnen und Lektoren renten-, kranken- und pflegeversichert – und Steuern. Dennoch möchten auch in Zukunft 86 Prozent der Umfrageteilnehmer als freie Lektoren/Publizisten tätig sein. Im Gegensatz zur ersten Erhebung wurde dieses Mal auch nach der Höhe der Betriebsausgaben gefragt. Nicht wie bislang geschätzte – von Auftraggebern oftmals als zu hoch gegriffen kritisierte – 30 Prozent, sondern über 40 Prozent des Umsatzes machte dieser Posten aus. Von dem verbleibenden Gewinn investiert der überwiegende Teil der Befragten zudem noch in die private Altersvorsorge.

„Die Zahlen sind noch immer alarmierend. Qualitativ hochwertige Arbeit muss angemessen honoriert werden. Um künftige Tendenzen besser einschätzen zu können, werden wir jetzt regelmäßig solche Umfragen durchführen“, resümiert VFLL-Verbandsvorsitzende Dr. Sandra Hohmann, „nur so kann sich der Vorstand bei seiner Arbeit auf verlässliche Daten stützen.“

Wenn Sie weitere Informationen zum Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL e.V.) wünschen, besuchen Sie bitte die Website oder wenden Sie sich an die Pressestelle.

E-Mail: presse@vfll.de
www.vfll.de