Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)

 

Geschlechtergerechte Sprache im VFLL eindeutig befürwortet

Die Mitgliederversammlung des VFLL hat sich am 23. September 2018 in Nürnberg in verschiedenen Anträgen und Abstimmungen für sprachliche Diversität und Parität in Verbandstexten ausgesprochen. Damit wird dem Gendern in der Innen- und Außendarstellung des Verbands in Zukunft wieder mehr Gewicht verliehen. Geschlechtergerechte Sprache und Formen sexusindifferenter Sprache sollen mit all ihren Möglichkeiten bewusster angewendet werden.

Die Abstimmungen machten zugleich deutlich, dass die Diskussion um die Auslegung des Begriffs der sexusindifferenten Sprache keineswegs als abgeschlossen betrachtet werden kann. Das zeigt das Votum der Mitglieder auch für einen selbstbewussten feministisch motivierten Gebrauch des generischen Maskulinums.

Der Verband hatte sich ein halbes Jahr Zeit genommen, um in seinen Gremien, auf den Treffen der Regionalgruppen und in einem Workshop das Thema zu diskutieren und Positionen herauszuarbeiten. Diese Arbeit hat nun Früchte getragen. Sie setzt den Prozess eines bewusst geförderten Sprachwandels im Verband fort.

Um konkrete Anregungen zu einem nichtdiskriminierenden Sprachgebrauch zu geben, macht der VFLL als Sachwalter professioneller Kommunikation und sprachlicher Kompetenz diesen argumentativen Raum auch für die Öffentlichkeit zugänglich und wird entsprechende Informationen auf seiner Website zur Verfügung stellen.

Die ebenfalls in Nürnberg beschlossene Umbenennung der alljährlich stattfindenden „Lektorentage“ in „Fachtagung Freies Lektorat“ ist ein weiterer Ausdruck des auf der Mitgliederversammlung bekundeten Veränderungswillens.