Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)

 

Einfache Sprache

Die ca. 7,5 Mio. funktionalen Analphabeten, also Erwachsene, deren Schreib- und Lesekompetenzen nicht ausreichen, um in unserer Gesellschaft und Arbeitswelt problemlos zu „funktionieren“, sind die Zielgruppe der Einfachen Sprache. Netter sind Bezeichnungen wie Wortblinde oder Lese- bzw. Schreiblernende. (Weitere Infos: www.ichance.de)

Einfache Sprache fungiert für Lese·lernende als Weg zur Standard·sprache. Der Übergang ist entsprechend fließend.

Neben der Vereinfachung (kürzere Wörter, Sätze, Absätze u. a.) spielt auch das Grafische eine große Rolle: eindeutige Leserichtung; größere, klare Schrift; großzügiger Zeilenabstand; viele Zwischenüberschriften. Der Medio·punkt, ein zarter, kompress gesetzter Punkt, dient als Lese·hilfe bei langen Wörtern, die man nicht vermeiden kann, z. B. bei Fach·begriffen. Bei nicht vermeidbaren Fremdwörtern wird ggf. die Aussprache in Klammern hinzugefügt: „Scotty, beam (sprich: biem) mich hoch.“

Einfache Sprache ist etwas anderes als Leichte Sprache, auch wenn beide Begriffe (noch) nicht sauber getrennt sind, was an ihrer Historie liegt.

Im VFLL finden Sie Expertinnen und Experten, die Ihre Texte in Einfacher Sprache lektorieren können oder auch Ihre vorhandenen Inhalte in Einfache Sprache übertragen.

Angelika Pohl, www.Angelika-Pohl.de

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