Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)

 

OpenOffice/LibreOffice

Apache OpenOffice (OO) und LibreOffice (LO) gingen beide aus OpenOffice.org hervor. Beide, OO und LO, sind Software-Pakete für Bürotätigkeiten ähnlich dem Office-Paket von Microsoft – mit Programmen zur Textverarbeitung (Writer) und Tabellenkalkulation (Calc), für Präsentationen (Impress), einem Datenbankmanagementsystem (Base) und einem Formeleditor (Math). Ein E-Mail-Programm gehört nicht dazu, dafür aber ein Grafikprogramm (Draw). Die Software-Pakete gibt es für die Betriebssysteme Windows, MacOS und Linux.

Die Entwicklung verläuft bei LibreOffice schneller als bei Apache OpenOffice, weshalb LibreOffice in einigen Dingen die Nase vorn hat, bspw. bei der Kompatibilität zu MS-Office-Dateiformaten. Die neuen MS-Office-Formate *.docx und *.xlsx können beide öffnen, aber nur LO speichert derzeit auch Dateien in diesen Formaten ab. Bei komplexeren Dokumenten lässt allerdings die Kompatibilät zu MS Office zu wünschen übrig, wenn bspw. Makros vorhanden sind oder ein aufwendiges Layout.

Die „natürlichen“ Dateiformate von OO/LO sind *.odt und *.ods. Hier gilt dasselbe – wenn man diese Dateien in MS-Office-Programmen öffnet, erhält man auch nicht unbedingt das, was in LO/OO ursprünglich erstellt wurde.

Gewöhnungsbedürftig ist der auf TeX beruhende Formeleditor; hat man sich aber einmal daran gewöhnt, ist er deutlich weniger umständlich als der in MS Word.

Der Funktionsumfang von LO/OO und MS Office unterscheidet sich natürlich – das eine vermisst man bei dem einen, das andere beim anderen. Hier hilft nur eine Analyse, welche Funktionen für die eigene Arbeit wichtiger sind als andere. Einen Vergleich von LO und MS Office findet man im Internet unter:

https://wiki.documentfoundation.org/Feature_Comparison:_LibreOffice_-_Microsoft_Office

Im normalen Arbeitsalltag kommt man meines Erachtens mit beiden gut zurecht (ich verwende LO unter Ubuntu und MS Office unter Windows). Arbeitet man jedoch mit Formatvorlagen oder Makros und tauscht diese Dokumente mit MS-Office-Anwendern aus, führt kaum ein Weg um MS Office herum – was umgekehrt auch beim Datei-Austausch mit LO/OO-Anwendern gilt.

Wiebke Salzmann